Die Natur braucht Erholung!
Empfehlungen des WWF für ein naturfreundliches Paddeln
Die warmen Tage locken nicht nur zahlreiche Vögel an das kühle
Nass, sondern auch Paddler. Doch nicht nur der Mensch - auch die
Natur braucht Erholung! Viele seltene und bedrohte Tierarten finden
gerade an Flüssen ihre letzten Rückszugsgebiete - so sind
Vogelarten wie z.B. der Flussregenpfeifer und der Flussuferläufer
auf ungestörte Schotterbänke oder der Eisvogel auf Uferabbrüche
als Brutplatz angewiesen. Für Ihre Eier und Jungen kann jegliche
Störung verheerend ausgehen. Durch das Verlassen der Nester
erkaltet das Gelege und die Jungvögel werden zur leichten Beute
für Krähen und Elstern. Heimische, teilweise gefährdete
Fischarten wie z.B. die Nase, die Äsche oder auch der Huchen
benötigen zum Laichen ungestörte, flach überronnene
Schotterbänke.
Auch der stark bedrohte Fischotter reagiert auf menschliche Ruhestörungen
sehr empfindlich.
Besonders Paddler tragen eine hohe Verantwortung und können
durch ihr bewusstes Verhalten einen entscheidenden Beitrag für
das Überleben vieler bedrohter Arten an unseren Flüssen
leisten.
Naturfreundliche Paddler
- meiden sensible Bereiche wie Schotter- und Sandbänke,
Steilwände und Schilfflächen
- paddeln nicht in Seiten- und Altarmen
- hinterlassen keinen Müll
- machen kein Feuer und campieren nicht in der Au
- nehmen Teil an geführten Kanutouren
Ein Beitrag von
WWF-Murprogramm
Dipl.-Ing. Arno Mohl, Mag. Doris Poelt
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